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Meine Suppe ess ich nicht!

Ich hab den Geruch noch in der Nase.

Einmal in der Woche, wenn meine Mama beim Arbeiten war, gab’s zu Hause Steinpilzsuppe aus’m Packerl – oder wie es bei meinem Lieblingsnachbarn heißt: aus der Tüte. Das hab ich geliebt damals. Aber wenn Mama dann mit frischem Gemüse eine tolle Suppe gekocht hat, hab ich sie verschmäht. „Nein, die Suppe ess ich nicht.“

Natürlich nicht, weil meine Mama eine schlechte Köchin ist. Ganz im Gegenteil. Aber das Zeug aus dem Päckchen hab ich einfach viel lieber gegessen. Eigentlich ziemlich peinlich, wenn ich bedenke, was ich heute predige.

Jetzt find ich es wahnsinnig erschreckend, dass auch im Erwachsenenalter noch viele Leut so essen. Hier eine Päckchensuppe, da das Fertiggericht aus der Tiefkühltruhe (die Light-Version, versteht sich) und dort ein Rührkuchen aus dem Hause Dr. Oetker. Da find ich es dann schon witzig, dass sie dann aber ein schlechtes Gewissen haben, wenn s’ mal einen Schweinsbraten essen.

Ich verrat euch mal was: Das Problem ist nicht der Schweinsbraten am Sonntag. Das Problem sind die Tütensuppen, die Fertigprodukte, Glutamate, E-Nummern (nein, das ist kein Mercedes), und am schlimmsten: die Zuckerersatzstoffe. Das Problem sind die Packerl, die auch dann noch haltbar sind, wenns ihr schon in Rente geht. Da ist doch nichts drin, was dem Körper gut tut. Das Zeug ist doch tot.

Frische Zutaten voller Vitalstoffe

Frische Zutaten voller Vitalstoffe

Dabei braucht der Körper Vitalstoffe. Betonung auf „Vital“. Euer Essen soll euch Lebensenergie bringen. Und die kommt eben nur aus frischem, natürlichem Essen. Da ist es dann auch egal, welchem Ernährungstrend ihr grad hinterher hetzt – Paleo, LowCarb, vegan, Rohkost. Jedes Lebensmittel ist gut – außer es ist haltbar bis zur Rente.

Wenn dem Körper Vitalstoffe fehlen, dann gibt’s einen Mangel. Der Blutzucker geht runter und der Heißhunger kommt. Böser Teufelskreis. Da wundert’s mich dann auch nicht, dass so viele Menschen träge auf dem Sofa rumhängen oder sich nur unter größter Anstrengung zur Arbeit oder zum Sport quälen. Wo soll die Energie denn auch herkommen?

Klar weiß ich, dass es nicht immer einfach ist, gutes, gesundes Essen in das stressige Leben zu integrieren. Aber dazu kann ich nur sagen: So schwer, wie ihr euch das vorstellts, ist es gar nicht. Ich bin auch immer auf Achse, und schaff es trotzdem. Vitalstoffe, ein bisschen Eiweiß, gute Kohlenhydrate – und ganz viele frische Sachen. Die kriegt ihr fast überall und könnts ihr auch mit zur Arbeit nehmen.

Erfordert zu viel Planung? Da stell ich mal eine Gegenfrage: Wie viele Unternehmer kennts ihr, die einen Businessplan haben? Und jetzt vergleicht das mal mit den Leuten, die eine gscheite Strategie beim Essen haben. Also wenn ihr mich fragts, liegen da die Prioritäten ganz falsch. Denn eins ist klar: Zuerst muss der Körper genährt werden, dann das Geschäft. Andersrum macht’s doch gar keinen Sinn.

Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen

Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen

Darum streife ich am liebsten einmal die Woche über den Bauernmarkt. Da läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen, wenn ich die vielen frischen Zutaten nur sehe und rieche. Und die Auswahl ist super inspirierend.

Gönnts euch das doch auch öfters mal. Und nehmts euch ein paar Minuten am Tag, euer Essen zu planen. Ihr werdet’s schon sehen, wie viel Energie und Lebensfreude ihr plötzlich wieder habt. Jawohl, die „Mühen“ bekommt ihr in aktiver Lebenszeit zehnfach zurück. Also wenn sich das nicht lohnt …

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